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Das Carrom-Spiel, eine Art "Finger-Billard", wird hauptsächlich in Asien gespielt und ist in den letzten 100 Jahren zum Lieblingsspiel in Indien, Burma, Sri Lanka und Jemen geworden.
Die Herkunft und Entstehung des Carroms ist nicht eindeutig bekannt. Immerhin gibt es zwei Theorien, die den Ursprung erklären. Die erste Theorie besagt, dass Carrom vom Poolbillard abstamme, das die Engländer im 18. Jahrhundert nach Indien gebracht hatten. Da der Bevölkerung die schweren Billardtische und die gedrehten Kugeln unerschwinglich blieben, veränderten sie das Spiel. Sie griffen auf einfache Materialien zurück und behielten die Spielidee bei. So entstand nach und nach ein eigenständiges Spiel. Die zweite Theorie geht davon aus, dass Carrom seinen Ursprung in Ägypten habe. Von dort aus sei es über Äthiopien und den Jemen, in denen noch heute Carrom gespielt wird, nach Indien gebracht worden. Die Ähnlichkeit zum europäischen Billard ist so auffallend, dass eine Verwandtschaft zwischen den Spielen kaum anzuzweifeln ist. Auch die mögliche Entstehungszeit deutet auf die direkte Abkunft hin: Die ersten Belege dieses Spiels findet man unter der englischen Kolonialherrschaft. Sicher ist, dass 1956 der erste Carrom-Verband der Welt, die "All India Carrom Association" gegründet wurde. Dieser Verband stellte auch erstmals ein einheitliches Regelwerk auf, da bis zu diesem Zeitpunkt die Spielweisen und das verwendete Material und dessen Qualität extrem voneinander abwichen. |
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